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Erster Eintrag

Wieder einmal bei Myblog also. Schon einmal war ich hier, aber mittlerweile ist mein altes Blog gelöscht. Doch ich habe zurückgefunden... man findet immer zu dem zurück, was einem - trotz aller Makel - am meisten entspricht.
Die Schule hat begonnen, die fünfte Klasse. Die Diagnose lautet zwei Fächer weg, dafür zwei dazu (Griechisch & Informatik), vier Referate allein im ersten Monat, allerdings verschieden lang. Na danke... Aber ich werds überleben. Habe ich mich einmal für die Oberstufe entschieden, muss ich sie auch durchziehen, und im Grunde will ich es sowieso. Schließlich vergesse ich nicht, dass es im Studium so viel einfacher und entspannter wird. *träum*

Lg, Phoenixmoon

1.10.07 19:58


Hysterie liegt in der Luft

Hysterie liegt in der Luft ... die Fotoaktion rückt immer näher ... Die Hälfte der Klasse ist natürlich ausgeflippt, kicherte und lachte die ganze Zeit, wurde albern, nervig und aufgedreht ... aber jetzt ist alles vorbei. Sinnend sitze ich vor dem Computer (und bin nebenbei im Sternenmeer-Forum unterwegs).
Menschen sind selbstkritisch bis zum Gehtnichtmehr. Warum? Genetik, Natur, Psychologie? Man will immer das erreichen, was unerreichbar ist? Was wäre zum Bleistift wenn die ganze Menschenwelt total eitel wäre - *gedanke weiterführ* dann hätten die Leute Probleme mit anderen und nicht mit sich selbst. Also hat Gott den Menschen selbstkritisch und bescheiden gemacht (mit einigen Ausnahmen), um sich nicht in die Quere zu kommen? Wäre verständlich... der Mensch kommt dem anderen auch so schon oft genug in die Quere.
Aber ... gibt es überhaupt einen Gott, oder war das Zufall, oder eine natürliche Ur-Macht?

2.10.07 17:35


Sie und sie im Buchladen

Nein, es war kein Buchladen. Es war ein großes Schreibwarenkaufhaus, obwohl das Gebäude nicht das Ambiente eines echten Kaufhauses besaß. Entsprechend dem Namen Thalia, der antiken Muse des Theaters, in einer römisch-modernen Architekturmischung erbaut, mit hohen Bögen an der Frontseite, innen geräumig und gemütlich mit Teppichboden und weinroten Bänken, Sesseln, Sofas. Erst durch die Geräusche wurde der Buchladen zum Kaufhaus. Es gab Schreibwaren, Malzubehör, Videospiele, Hörbücher, ein Café und – natürlich – Bücher.

Für Leseratten ein wahres Paradies.

Und da saßen auch sie, die zwei Freundinnen, auf den ersten Blick übersah man sie, denn sie hatten sich eine ruhige Ecke ausgesucht. Seite an Seite, zwei Bücher dazwischen, hatten sie es sich auf einer sofaähnlichen Sitzgelegenheit gemütlich gemacht, lesend, die unten auf der Straße vorbeieilenden Menschen, durch die Glas-Fassade gut sichtbar, nicht beachtend. Sie ließen sich weder von Geräuschen noch von Bewegungen stören. Nur einmal, als ein ebenfalls in einem Sessel lesender Mann sich der Kaffeemaschine in der Ecke bediente, sah die linke auf. Die rechte, langhaarig und dünn, schälte sich nach einer Weile aus ihrem Mantel und fuhr dann mit der Lektüre der „Gala“ fort. Ihre rothaarige Freundin in der Lederjacke las ein englisches Buch mit dem Titel „Priestess of the White“.

 

4.10.07 19:08


Dialog

Manchmal erstaunen mich die Ideen der Religionsprofessorin noch immer. Diesmal hieß das Thema Dialog bzw. wir sollten über das reden, was uns bewegt. Wir hockten gemütlich in der Bibliothek, immer zwei gegenüber: Jeder darf sieben Minuten lang reden, ohne dass ihn der andere unterbricht. Dadurch, dass man keine Angst vor der Reaktion des anderen hat, spricht man sich viel freier seine Sorgen und Freuden von der Seele und erwähnt Dinge, die man in einem normalen Gespräch nie anschneiden würde. So kann diese Übung für beide Seiten eine Offenbarung und ein Stückchen Wahrheit sein, die man vorher nicht von dem anderen kannte. (Klar, manche verstanden es einfach nicht, redeten zu wenig oder fanden es unerträglich, einmal nur zuzuhören.)
In einer Partnerschaft oder Freundschaft ist dieses "Gespräch" bestimmt auch sehr hilfreich, um Sorgen und Ängste auszusprechen, vielleicht sollte man darüber sogar länger reden können. ~ Ist als Tipp gemeint.
Die Wirkung habe ich selbst erfahren: Meine Freundin hat mir Dinge erzählt, von denen ich keine Ahnung hatte, und ich habe ihr auch einiges aufgedeckt. Später gaben wir unseren Kommentar zur Rede des anderen ab und sprachen uns aus. So ist für mich einiges klarer geworden.

Heute hat mein Bruder Geburtstag. Er hat sich wahnsinnig über mein Geschenk gefreut und die ganze Zeit gegrinst, was mich ziemlich glücklich gemacht hat.

5.10.07 17:12


Anderes Deja-vu

Wer ist sie?!
Mein erster Gedanke zwischen der Buchhandlung am Bahnhof und meinem Platz im Zug. Mein Kopf war erfüllt von einer seltsamen Mischung aus Ärger, Trauer und Aufgewühltheit - vielleicht Bewunderung? -, die sich nicht zuordnen ließ und nicht logisch erschien.
Während des kurzen Gesprächs, dem ich im Morawa gelauscht hatte, hatte ich sowohl Empörendes, als auch Unglaubliches, Interessantes, Alltägliches und Bewundernswertes gehört. Wahrscheinlich noch einiges mehr.
Wie konnte mich eine Person so verwirren, so viele unbegreifliche Gefühle in mir auslösen?
"Dafür hatte sie zuweihundert Seiten an ihrem Buch weitergeschrieben!"
Etwas Eigenes, etwas Anderes war sie, zu der die Bezeichnung "Mann" besser passte, eine Frau war sie nicht. Ein großer Körper, Mantel, schwarze Schultasche. War sie wirklich noch Schülerin? Und wie war sie dann in der Schule?
"Sie hatte Christopher Paolini, den Macher von Eragon, übers Internet gekannt. Nein, sie hatten keinen Kontakt mehr. Er hatte ihr gesagt, sie solle auch ein Buch schreiben."
Und deshalb tat sie es?
Ihre Stimme war laut und strotzte bei jedem Wort vor Ironie. Es war der Klang, der es bewirkte, der Ton der Stimme, die ihr eigen war.
Vorhin hatte ich gedacht, sie sprach fremde Leute an - und stumm darum gebeten, von ihr angesprochen zu werden.
"Sie schrieb viel zu viel."
Ich schrieb viel zu wenig.
Das dünne Mädchen, das ich zuerst als Fremde einstufte, war in Wirklichkeit ihre Freundin. Zu ihr passte so jemand überhaupt nicht, eine kleine, zögerliche Maus, die hinter ihr herging. Eine Maus und ein weißes Frettchen.
"Sie konnte es nicht leiden, wenn die Leute sie mit Hohlbein verglichen. Hohlbein hatte auf seinem Nachttisch einen Zettel mit 20 Sätzen darauf liegen, die ihm besonders gut gefielen. In jedem seiner Bücher verwendete er diese 20 Sätze mindestens zwanzigmal. In jedem Buch schlug sich jemand den Hinterkopf an und wurde bewusstlos - in jedem Buch stand angeblich derselbe Satz."
"Ich gehe", sagte ich zu meiner lesenden Freundin und verließ die Buchhandlung in Richtung Bahnsteig. Fluchtartig würde ich sagen.
Ich hielt sie nicht mehr aus.

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen ist reiner Zufall und nicht beabsichtigt. (Außerdem ist das kursiv Geschriebene nicht meine eigene Meinung.)

11.10.07 17:44


Altes und Neues

Manchmal muss das Schicksal mir mehr als deutlich vor Augen halten, dass ich im Grunde ein Außenseiter bin, damit ich es auch wieder weiß. Heute war meine beste Freundin nicht in der Schule - und schon wird alles grau, scheint sich umzustülpen, fröhliche Welt gegen faden Alltag. Und schon sehe ich meine eigene Einsamkeit vor Augen. Nur weil EIN MENSCH fehlt! Ist das wirklich normal? Ich denke nicht.
Doch dieser (Schul)tag hatte auch etwas Gutes und neue Erfahrungen für mich parat. Natürlich handelte ich, praktisch veranlagt, und hielt mich im Turnunterricht (wo Schüler untereinander immer am meisten kommunizieren - entweder man bleibt abseits oder man schließt sich an) an andere. Zuerst an meine weiteren Freunde, doch dann mehr an die zwei Neuen, die Anfang des Jahres von der fünften in die fünfte Klasse zurückrutschten. Dadurch taten sich mir neue Aspekte und der Charakter der zwei deutlicher auf. Wir hatten sehr viel Spaß und wenn ich daran denke, bin ich froh, dass meine Freundin an diesem Tag fehlte. Denn dadurch bin ich anderen näher gekommen.
17.10.07 19:19


Schönheit des Augenblicks

Wie schön, dachte ich heute, dass ich so viele Freunde habe. Denn es gab Zeiten, da hatte ich teilweise nur eine einzige, auf jeden Fall viel weniger als jetzt. Das freut mich sehr. Es tut gut, zu sehen, wie die Gesichter aufleuchten, wenn sie mich erkennen, oder wie nett sie blicken, wenn sie mit mir reden. Solche Gesichter sind einfach nett zu mir ... klar gibt es auch Internet-Bekanntschaften, doch Avatare sind kein Ersatz für diese realen Gesichter. Obwohl ich jemanden verloren habe, bin ich mehr oder weniger glücklich. (Heute gabs neue Mangas im Buchladen! XD)
Außerdem gibt es einen Jemand in der Schule, der wirklich 'cool' aussieht. Einen Jemand, für den es sich lohnt, vor Schulbeginn um 8 so lange wies geht immer wieder an seiner Klasse vorbeizugehen, hineinzuspähen, zu schauen, was er gerade tut, wie er sitzt und sich bewegt. Ich beobachte gerne Leute. Und es reicht mir vollkommen, wenn ich den Gedanken verdränge, wie es wäre, ihn zum Freund zu haben. Denn das werde ich niemals. Nächstes Jahr hat er seine Matura und ist er weg. Ein Jahr zum Beobachten und Anschauen. Vorgestern wäre er aus der Toilette heraus fast in mich hineingerannt. Er sieht nicht besonders aus, aber ich mag seinen Stil.
Glücklich!
19.10.07 19:14


Glück beruht allein auf dem Entschluss, glücklich zu sein.

Stimmt. Wann immer man sich sagt, jetzt bin ich glücklich, egal, ob als Feststellung oder als Befehl, dann ist man es auch! Bewusst lügen tut man da einfach nicht, nicht bei so etwas. Ja, ich bin glücklich! Mir geht es gut! Denn es sind Herbstferien. ^^
Gestern habe ich sogar bei meiner Email-RPG-Geschichte weitergeschrieben und das Kapitel gerade abgeschickt. Wie schön es ist, einen Betaleser speziell für diese eine Geschichte zu haben, der mich motiviert, kritisiert und inspiriert. Vielleicht schreiben wir bald sogar zusammen eine Story. *froi*
Außerdem beschäftige ich mich mit Schamanismus. Das Schamanentum, bei dem man schon wie von selbst in eine andere, eine intensivere aber ruhigere Wirklichkeit abrutscht, kaum dass man ein paar Sätze in einem diesbezüglichen Buch liest oder sich mit jemand anderem darüber unterhält. Vielleicht hatte ich gestern Nach meine erste schamanische Reise, im Traum. Beim Einschlafen Trommelmusik, das muss den Ausschlag gegeben haben. Jetzt erinnere ich mich hauptsächlich - an etwas. Ich weiß, es war etwas, aber ich weiß nicht, was genau war. Alles, was bleibt, sind wenige und kaum erkennbare Bilder, vage Ahnungen und Vermutungen, an die man sich nicht glauben traut. Zeichen, klare Zeichen, fehlen. Warten wir und trinken wir gemütlich Tee, denn wir haben alle Zeit der Welt, und werden doch nie alles wissen, was es zu wissen gibt.
Ich möchte lernen, mit der Trommel umzugehen.

28.10.07 12:05


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